kreatives kochen & backen

Der große Cake Lace Vergleich

Cake Lace

Ich arbeite ja total gerne mit Cake Lace – essbarer Spitze – und ich werde auch immer wieder gefragt mit welche Masse und mit welchen Matten ich denn so am liebsten arbeite und aus diesem Grund habe ich mir überlegt für euch einen Vergleich zu starten und euch zu zeigen mit welchen Massen ich denn so am liebsten arbeite.
Es gibt nämlich sehr große Unterschiede bei den Massen und vor allem wenn man gerade erst damit beginnt essbare Spitze herzustellen ist es wirklich gut zu wissen, welche Masse was kann oder halt aber auch nicht. Ich habe insgesamt  Cake Lace Massen für euch getestet und werde euch heute darüber berichten. Ich werde ein Ranking erstellen und euch dort dann auch über meine Erfahrungen zu den Produkten berichten.

#1 Claire Bowman Cake Lace – Pulver

Ich bin großer Fan des Cake Laces von Claire Bowman [*] und arbeite fast immer mit dieser Masse. Die Masse wird mit Wasser, dem Pulver (Teil A) und einer Art „Verbindungsflüssigkeit“ (Teil B) angemischt. Da die Beschreibung auf der Rückseite auf Englisch ist möchte ich euch hier übersetzen, wie ihr die Masse anrührt und euch noch ein paar Tipps dazu geben:

  1. 50 ml Wasser (ich verwende immer warmes Wasser, da sich das Pulver so besser und schneller auflöst) in eine Gefäß füllen. Ich empfehle euch ein Gefäß zu nehmen, welches ihr dann zu machen könnt, also am besten eins mit einem Deckel!
  2. 42 g des Pulvers (Teil A) zum Wasser geben und gut verrühren. Um Blasen zu vermeiden am besten per Hand mit einem Schneebesen richtig gut vermischen. Wenn ihr einen Mixer oder ähnliches verwenden wollt die Cake Lace am Besten danach einige Minuten ruhen lassen, damit die Luftblasen „entweichen“ können.
  3. Dann kommen 2,5 ml der Flüßigkeit (Teil B) dazu und nun ein weiteres Mal richtig gut vermischen und dann ist die Masse fertig, um auf eine Matte aufgetragen zu werden!

Die Masse könnt ihr mit Pasten- oder Gelfarbe ganz nach euren Wünschen einfärben. Wenn ihr eine schwarze Masse haben wollt empfehle ich euch allerdings das schwarze Pulver zu kaufen, da es wirklich schwierig ist, die Masse in einem kräftigen schwarz zu färben!

Ich nehme die Masse am liebsten, weil sie wirklich nach dem Trocknen sehr flexibel ist und auch flexibel bleibt! Ich fertige oft mehrere Matten an und bewahre diese dann, wenn sie getrocknet sind, in einer Klarsichtfolienmappe auf und kann sie so jederzeit für eine Torte verwenden!

Ich verwende diese Masse und die fertig angerührte Masse unter anderem zusammen, um Blumen aus Cake Lace herzustellen. Ich habe es schon mit anderen Massen ausprobiert, aber das Ergebnis war nie so wie ich es wollte. Ich werde euch demnächst auch eine Anleitung für die Cake Lace Blume online stellen!

Torte Cake Lace

 

#2 Claire Bowman Cake Lace – fertig angerührt

Wie der Name ja schon sagt, ist bei dieser Claire Bowman Cake Lace Masse [*] die Masse bereits fertig angerührt und man kann sofort loslegen. Im Gegensatz zu dem Pulver wird diese Masse recht fest, aber ist trotzdem nicht so extrem „brüchig“, wie viele andere Cake Lace Massen. Wenn ich die Zeit habe lasse ich diese Masse gerne an der Luft und nicht im Ofen trocknen, da sie dann noch etwas flexibler bleibt.

Die fertig angerührten Massen gibt es in vielen verschiedenen Farben fertig zu kaufen, aber man kann auch diese mit Pasten- oder Gelfarben noch einfärben. Es gibt sie allerdings nur in Metallic- oder Perlmuttfarben, was ich persönlich echt schade finde.

mehrfarbige Cake Lace

Die Preise der Clair Bowman Cake Lace Produkte sind ein großer und für mich auch ein einziger Nachteil. Sie sind schon recht teuer und vor allem auch die Matten kosten teilweise ein kleines Vermögen.

#3 Tasty Me Cake Lace

Diese Cake Lace Masse von Tasty Me ist ganz neu auf dem Markt und ich durfte sie bereits vor Monaten testen! Es gibt sie in weiß und gold und was ich total witzig finde, ist das die weiße Cake Lace nach Zitrone schmeckt! Die Masse von Tasty ME ist flüßiger als z.B. die von Claire Bowmann, aber lässt sich somit total super in die Matten einstreichen!! Die Fertige Cake Lace ist sehr flexibel und lässt sich somit kinderleicht um eine Torte wickeln! Um Schmetterlinge etc. für Tortendekorationen zu machen, die einen leichten „3D-Effekt“ haben sollte man die Masse etwas länger im Ofen lassen, damit sie fester werden.

#4 Städter Edel Dekor Paste

Die Städter Edel Dekor Paste [*] habe ich im letzten Jahr auf einer Messe gesehen und musste sie einfach mitnehmen, um sie aus zu probieren. Was mir als erstes aufgefallen ist, ist das die Masse sehr zähflüssig ist und es wirklich schwierig ist sie gleichmäßig auf einer feinen Matte zu streichen. Beim Abstreifen der überschüssigen Masse zieht sich die Masse aus den feinen „Vertiefungen“ wieder raus. Aber es ist machbar und das fertige Cake Lace ist auch wirklich eine „Belohnung“ für das etwas schwierige Auftragen. Die getrocknete Masse ist zwar fest aber dennoch nicht brüchig und lässt sich gut auf Torten, Cupcakes oder ähnlichem aufbringen.

Städter hat die Pasten in 11 verschiedenen Farben auf den Markt gebracht und zumindest auf den Bildern sehen die Farben echt schön aus. Es sind folgende Farben erhältlich: Gold, Silber, Rot, Lemon, Gelb, Perlmutt, Bronze, Nachtblau, Türkis, Pink, Schwarz.

#5 Crystal Lace – Signature Blend

Die Crystal Lace Masse ist ein Pulver und muss mit Wasser und Glycerin angemischt werden und das war auch gleich ein erster Minuspunkt. Ich habe zwar immer Glycerin da, aber bestimmt nicht jeder andere und man erfährt dies auch erst, wenn man die Packung geöffnet und die Anleitung gelesen hat.

Die Masse hat einen Perlmutteffekt und kann auch wieder mit Pasten- oder Gelfarben gefärbt werden. Die getrocknete Spitze hat mich nicht überzeugt, da diese irgendwie porig und grob aussah. Ich verwende Matten mit sehr feinen Mustern (hauptsächlich die von Claire Bowman) und es sah einfach nicht schön aus!

#6 Magic Decor

Magic Decor [*] war das erste Cake Lace mit dem ich je gearbeitet habe und nachdem habe ich die essbare Spitze auch lange Zeit aus meinem „Arbeitszimmer“ verbannt. Auch das Magic Decor muss mit Wasser angemischt werden und kann nach Belieben mit Pasten- oder Gelfarben gefärbt werden. Auf vielen Tortenmesse wird Magic Decor angeboten und auf Grund des Preises scharen sich immer viele vor diesem Stand und sind begeistert. Ich habe jedoch schon viele Mails bekommen und werde auch von vielen angesprochen, das sie damit einfach nicht zurecht kommen.

Ich selber habe es vor kurzem auch noch einmal ausprobiert und es ist einfach „für die Tonne“ (entschuldigt bitte diese direkte Aussage, aber es ist einfach so). Nach dem Trocknen ist die Spitze so fest und brüchig, das sie sich in den meissten Fällen gar nicht erst heil aus der Matte lösen lässt.

Ich habe einen kleinen Versuch gestartet und habe ein bisschen Glycerin zu der Masse gegeben und sie dann an der Luft trocknen lassen. So konnte ich die feine Spitze besser rauslösen, aber auch nicht 100%ig, aber es ging etwas besser!

Wenn ihr also mit Cake Lace auch mal einen Versuch starten wollte macht dies bitte nicht mit der Magic Decor Masse!!

Fazit

Ich habe meine festen Marken und werde auch weiterhin bei diesen bleiben! Für meine Cake Lace Blumen kann ich nur mit Claire Bowman arbeiten und aus diesem Grund stelle ich auch die meißten Spitzen mit dieser Masse her. Vor allem wenn ich eine Blume und Spitze auf eine Torte setzen möchte passen so die Farben überein.

Aber auch die Spitzenmasse von Tasty Me hat mich auf Grund der Konsistenz, der Elastizität und des Geschmacks wirklich überzeugt und ist somit für Spitzen mein absoluter Favorit!

Habt ihr noch Fragen oder andere Erfahrungen zu diesem Thema!?! Dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar 😀

Liebe, kreative Grüße
chantal

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  1. Hätte ich mal vor dem Queens Battle lesen sollen dann hätte ich mich nicht so mit dem Magic Decor ärgern müssen. 😉 Ich hatte das allerdings nicht das sie so brüchig war wie bei dir, zumindest nicht wenn ich sie an der Luft trocknen lies.
    Aber das einstreichen in die Matte finde ich echt schrecklich damit. Immer wieder zieht man sich die Lace heraus und muss wieder von vorne anfangen. Zum Glück war der Tasty Me stand dirkt neben uns, das hat mir echt viel Zeit und Nerven gespart 😉

    • hihi, aber du hast es ja dann doch ganz gut hinbekommen!
      Zumindest sah deine „Püppi“ wirklich klasse aus!!
      Liebe, kreative Grüße
      Chantal

  2. Hallo, ich habe die vorgefertigte Masse von Clair Bowman zu Hause und möchte damit Blume zur Dekoration einer Hochzeitstorte herstellen. Die Blütenblätter lassen sich gut aus der Matte lösen, allerdings sind sie viel zu dünn und zu wenig steif, als dass ich sie zu einer Blüte biegen könnte. Hast du einen Tip? Die Hochzeit ist in einer Woche und ich verzweifle langsam…
    herzliche Grüsse, Jana

    • Hallo Jana,
      für die Blüten muss man 2 Schichten Cake Lace verwenden! Zunächst eine Schicht mit dem fertigen Cake Lace und dann eine zweite Schicht, wo man das Fertige mit dem Cake Lace zum Anmischen vermischt. Nur so bekommt man die biegsame „Konsistenz“ der Blüten hin! Ich hoffe ich konnte dir helfen.
      Liebe, kreative Grüße
      Chantal

      • Liebe Chantal, danke für die schnelle Antwort! Leider habe ich kaum Erfahrung mit cake lace und verstehe nicht ganz genau, was du meinst 🙈 Brauche ich noch eine andere Lace Masse als die vorgefertigte oder wie meintest du das mit der zweiten Schicht? Kannst du mir deine Vorgehensweise genau beschreiben und sagen welche Produkte ich benötige? Ganz herzlichen Dank für deine Hilfe!! 😊😊

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